Marathon & Co unter der Lupe
Läufer berichten für Läufer  

Hamburg Marathon 2007

Marathon-Messe vom Hamburg MarathonEigentlich heißt er ja jetzt Conergy Marathon, angefangen hat er 1986 als Hanse Marathon, ich nenne ihn Hamburg Marathon. Das ist zeitlos und ohne Werbung. Der Spiridon schrieb: Hamburg bot eine fast perfekte Lauf-Schau. Sicherlich trifft das aus Sicht des Betrachters von außen zu, ich möchte dazu meine subjektive Meinung beitragen.

Als alter Hase (es war mein 17. Lauf in Hamburg) ist mir zunächst positiv aufgefallen, dass die Skater nicht mehr dabei waren. Nicht, dass ich etwas gegen die Skater hätte, im Gegenteil. Doch so war die große Laufgemeinde mehr unter sich, dieVor dem Start Hamburg Marathon Atmosphäre war nicht so schrill wie in den vergangenen Jahren, und es war nicht so eng in den Messehallen. Ãœber den Frühstückslauf und die Nudelparty kann ich nichts sagen, soll aber schön gewesen sein. Beim Abholen der Startnummer gelang es mir auf der Marathonmesse ein Paar Laufschuhe zum Sonderpreis zu ergattern. Seit Jahren nutze ich diese Gelegenheit um mein Outfit zu erneuern. Zwischdurch kommen mir immer wieder die Gedanken, ob ich wirklich fit genug bin. Ich mußte einige Zeit aussetzen und in recht kurzen Zeit Kondition aufbauen und Gewicht abbauen. Abnehmen durch Laufen!

Am Sonntag Morgen sollte man öffentliche Verkehrmittel nutzen, die UBahn hält direkt am Eingang der Messehallen. Umziehen und Kleiderbeutelabgabe ist unproblematisch. Läuferfeld auf der ReeperbahnAlles ist gut ausgeschildert. Um nach der Kleiderabgabe zum Startblock zu gelangen, benötigt man schon ein wenig Zeit, besonders wenn noch eins der Dixis aufgesucht werden muss. Ich bemühe mich immer, 40 Minuten vor dem Start um 09.00 Uhr fertig zu sein. Rechtzeitig im Startblock angekommen, kann ich mich noch etwas locker laufen und mich dann in Menge der Laufkollegen drängeln.

Trotz der Aufteilung des Läuferfeldes auf drei Startblöcke, die dazu noch in zeitlichen Marathon, Beine, PappbecherAbständen von 5 Minuten gestartet werden, dauert es bei dem großen Feld von 25.000(?) Teilnehmern eine ganze Zeit, bis man den eigenen Lauf-Rhythmus gefunden hat. Erst nach etwa 5 Kilometern konnte ich einigermaßen unbeschwert laufen. Die Stimmung im Läuferfeld und bei den Zuschauern war wie immer in Hamburg super. Die äußeren Bedingungen auch. Vor den Start war es recht kühl, etwa um 8 Grad, aber in der Sonne doch angenehm. Die Temperaturen stiegen bis mittags auf 18 Grad, also optimal für einen Marathon. Kein Regen, kein Wind, was willst du mehr.

Marathon, Läufer an den LandungsbrückenDie Marathon-Strecke in Hamburg ist wunder schön. Zunächst geht es über die Reeperbahn, am Altonaer Rathaus vorbei nach Ottensen, dann auf der Elbchaussee zurück nach St.Pauli. Am Fischmarkt und an den Landungsbrücken herrscht ein ohrenbetäubender Lärm durch die vielen Zuschauer. Am Baumwall gibt es echte Hingucker und danach läuft man in Sichtweite der alten Speicherstadt. Im für den Verkehr gesperrten Wallringtunnel sind wir Läufer dann für zwei Minuten alleine und können einen Moment die Ruhe genießen. Nach dem Tunnel befindet man sich im Herzen von Hamburg, an der Binnenalster. Bei Kilometer 16 sollte man noch das schöne Ambiente genießen können. Die Binnenalster wird umrundet, an der Außenalster entlang erreicht man den Halbmarathon-Punkt. Es folgen Wohngebiete in Barmbek, bis schließlich die Skyline von City-Nord bei ca. Kilometer 25 auftaucht. Hier herrscht wieder Volksfeststimmung. Bei Km 35, in Ohlsdorf, erreicht man den nördlichsten Punkt der Strecke, und nun geht es nur noch zurück, bis ins Ziel. Leider ist die Strecke im letzten Teil aus Sicherheitsgründen (Schutz des US-Konsulats) von der Außenalster zur Rothenbaumchaussee verlegt worden, das immer das Highlight zum Schluss des Laufes. Die letzten 2 Kilometer tun dann meistens doch etwas weh, aber das Ziel vor Augen, geht es immer weiter.

In diesem Jahr waren besonders die ersten 21 Kilometer sehr schön. Danach hatte ich etwas Kilometerfresser, Zuschauer beim Hamburg MarathonSchwierigkeiten, aber ein alter Laufkollege hat mich dann bis ins Ziel begleitet. Beim Erzählen von Lauferlebnissen geht alles besser. Über die Verpflegung nach dem Zieleinlauf kann ich nicht viel berichten, und ob das Duschwasser warm war weiß ich nicht. So wie ich es meistens halte, habe ich mir eine Banane und zwei Becher Wasser geschnappt und ein ruhiges Plätzchen zum Sitzen gesucht. Nach vielleicht zwanzig Minuten bin ich so fitt, dass ich meinen Kleiderbeutel abholen kann. Dann wird sich zügig angezogen und ab nach Hause.

Weitere Informationen zum Hamburg Marathon

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