Marathon & Co unter der Lupe
Läufer berichten für Läufer  

Marathon Schwarzenbek 10.6.2007

Der seit vielen Jahren bekannte und beliebte “Sachsenwald-Volkslauf” über 21 und 10 Kilometer ist seit zwei Jahren um einen sogenannten Kreis-Marathon ergänzt worden. Kreis-Marathon, weil er durch den Kreis Herzogtum Lauenburg führt, und weil er von im Kreis ansässigen Unternehmen gesponsert wird.

Start Marathon Schwarzenbek Die Strecke führte in diesem Jahr von Geesthacht über Lauenburg nach Schwarzenbek. Für die Läufer standen in Schwarzenbek Busse für den Transfer zum Start in Geesthacht bereit. In Geesthacht konnte man sich in einer Schule (?) umziehen und den Kleiderbeutel wieder nach Schwarzenbek fahren lassen. Schon die Busfahrt nach Geesthacht war ein Erlebnis. Eine seltene Mischung aus besonders erfahrenen Marathonis und blutigen Anfängern sahen teils seelenruhig und teils zappelig und aufgeregt dem Ereignis entgegen. Die auffallend vielen Anfänger taten mir schon jetzt ein wenig leid, denn uns erwartete ein heißer Tag und eine anspruchsvolle Strecke.

Und los ging es, zunächst durch Geesthacht Richtung Elbe. Spätestens hier sollte jeder seinen Lauf-Rhythmus gefunden haben. Flach an der Elbe entlang bei noch mäßigen Temperaturen machte es richtig Spaß. Die alten Hasen aber hielten sich merklich zurück, denn es sollte nicht so bleiben. Wir passierten das AKW Krümmel (war ausgeschaltet, also keine Gefahr). Dann plötzlich ging es links in den Elbhang hinein. Eine mächtige Steigung, auf der Geher zum Teil schneller waren als Läufer, gab uns einen Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Von nun an liefen wir auf dem Elbhang mit einigem Auf und Ab, aber meistens im Schatten. Es wurde immer wärmer. Zwei, drei heftige Steigungen und Neigungen, dann war Lauenburg erreicht. An der Elbe entlang ging es bis ins Zentrum zu einem Wendepunkt und dann durch die alte Innenstadt zurück. Ein Hingucker!

Über Schnakenbek und Juliusburg führte die Strecke weiter nach Gülzow. Inzwischen war es richtig heiß geworden, und es gab nur wenig Schatten. Einige Läufer hatten echte Schwierigkeiten. Spätestens hier hatten auch die Neulinge das Tempo gedrosselt. In Gülzow empfing uns eine Art Dorffest. Eine Band spielte auf, jeder Läufer wurde von einem Offiziellen(?) empfangen und es gab einige lustige Aktionen. Zum Beispiel gab es auf Wunsch eine Extra-Dusche von der Feuerwehr.

Der Rest der Strecke führte über Kollow nach Schwarzenbek. Das Pflaster wurde immer heißer, und Schatten gab es erst wieder im Sachsenwald, kurz vor Schwarzenbek. Hier kam mir der verrückte Lauf durch das Death Valey in Kalifornien in den Sinn. Das Ziel war dann eine Erlösung. Wie immer in Schwarzenbek herrschte hier eine tolle Stimmung, und alle Strapazen waren vergessen.

Das Ziel erreichten 93 Läufer und Läuferinnen. Und die Mittagstemperatur soll 28 Grad betragen haben, bei wolkenlosem Himmel. Ob ich im nächsten Jahr wieder dabei bin? Na klar!

Comments are closed.